Motor der Entwicklung war bei den reinen Stromern erneut China, das um 55 Prozent auf 1,6 Millionen zulegte. Die deutschen Autohersteller verloren dort allerdings kräftig an Boden und verkauften ein Drittel weniger Autos. Dass sie dennoch insgesamt um 38 Prozent zulegten konnten, verdanken sie unter anderem einer starken Entwicklung auf ihrem Heimatmarkt Deutschland, wo der Stromer-Absatz nach längerer Durststrecke mit einem Plus von 39 Prozent wieder deutlich stieg. Auch in Europa insgesamt ging es deutlich nach oben: um rund 28 Prozent auf 574.000 BEVs.
Tesla
In Europa setzen sich die Modelle deutscher Konzerne stärker durch und haben teilweise Tesla von den ersten Plätzen der Zulassungsstatistiken verdrängt, die sie im Vorjahresquartal noch innehatten. In China haben Modelle der chinesischen Marken Geely und Wuling entsprechendes getan. In den USA hat die Marke von Tech-Milliardär Elon Musk den Markt dagegen mit Model Y und Model 3 noch fest im Griff. In China schafft es kein deutsches Modell in die Top 10, in den USA gelingt das VW
"Trotz geopolitischer Unsicherheiten und wachsender Handelsbarrieren haben die deutschen Autobauer zuletzt ihre Hausaufgaben gemacht", sagt Felix Kuhnert von PwC. "Sie bringen zunehmend wettbewerbsfähige Modelle auf den Markt und verkürzen so den Abstand zur Konkurrenz." Außerdem helfe ihnen ihr "bedingungsloser Fokus auf Qualität und Sicherheit", der aktuell für viele Konsumenten an Gewicht gewinne - "auch vor dem Hintergrund schwerer Unfälle chinesischer Marken". Allerdings müssten sie schnell Wege finden, um ihre Kosten und Preise zu senken - insbesondere bei den Batterien.
Lieferketten bei Batterien sichern
Auch Jörn Neuhausen, von der zu PwC gehörenden Beratung Strategy&, sieht eine hohe Bedeutung der Batterien. Angesichts der globalen Entwicklungen werde unter anderem entscheidend sein, wie die europäischen Hersteller künftig ihre eigenen Batterielieferketten absicherten, "wenn heute in fast allen Elektroautos Batterien chinesischer Hersteller stecken", sagt er. "Um hier unabhängiger zu werden, muss Europa mit Wucht und Fokus in eine eigene Zellfertigung sowie eine entsprechende Zuliefererinfrastruktur investieren", sagt Neuhausen. "Bei einem Markt, der sich auf Umsatzebene im Milliarden- bis Billionenbereich bewegt, ist das von hoher volkswirtschaftlicher Bedeutung."/ruc/DP/zb
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